Schreib- und Lese-Förderprojekt der Universitas
   
  Buchbesprechung   Lucas von Kevin Brooks
       
   

Erwachsen werden. Jeder erlebt diese Zeit anders.

So auch die 15-jährige Cait. Sie hat angst davor, da sie in ihrer Umgebung keinen festen Halt finden kann. Ihr Vater ist, seit dem Tod seiner vor 10 Jahren verunglückten Frau, depressiv. Er versucht seine Trauer in Alkohol zu versenken und schreibt Bücher. Ihr Bruder Dominic geht auf die Uni und wohnt deshalb nur in den Ferien zu Hause. Auch er ist noch nicht ganz erwachsen, obwohl er sich gerne als solcher ausgibt. Cait's Freundin Bill stellt sich das Erwachsenwerden ganz anders vor: Partys, Drogen und toll aussehen.

Cait's Leben wird ins Schwanken gebracht, als plötzlich ein Junge auf der Insel auftaucht. Keiner weiß, wer er ist, noch woher er kommt. Alles an ihm strahlt Ruhe und Frieden aus.

Auch Cait findet ihn geheimnisvoll und ihr gefällt an ihm genau das, was den anderen Inselbewohner Angst macht. Sie fürchten sich vor Lucas, weil sie nichts von ihm wissen. Deshalb schieben sie ihm alle Vorfälle, die in dieser kurzen Zeit passieren, in die Schuhe.

Zwischen ihm und Cait entwickelt sich etwas, das keiner der beiden definieren kann. Doch es ist etwas sehr Schönes, Zartes. Sie vertrauen sich gegenseitig, als ob sie sich schon seit Ewigkeiten kennen würden. Lucas geht gerne Risikos ein, aber nur wenn er weiß, dass Cait in Sicherheit ist. Als Lucas sich in Lebensgefahr befindet, versucht Cait ihn zu retten, was die beiden noch näher bringt.

Am Ende entzieht sich Lucas den wildgewordenen Inselbewohnern.....

Cait ist untröstlich und wird sich ihr ganzes Leben nicht mehr von diesem Schmerz erholen können.

Durch seinen lockeren Stil hat es Kevin Brooks geschafft, dass ich mich mehr oder weniger mit Cait identifizieren konnte. Ich habe mich sehr mit Lucas verbunden gefühlt und war, nachdem ich den Roman ausgelesen hatte, einige Tage sehr melancholisch.

 

 

 

 

 

 

 

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Ich heiße Azyadé Belakhdar,
bin 16 Jahre alt und wachse zweisprachig (Deutsch-Französisch) auf. Ich spiele Klavier und meine Vorliebe gehört dem Theater, außerdem lese ich gerne.